Julia Meyer‑Brehm

(*1993) ist Kunsthistorikerin und Kulturredakteurin.

Sie studierte Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft in Berlin und schreibt seit 2018 für Plattformen wie BEIGE, gallerytalk.net und Monopol. Zudem verfasst sie Ausstellungs- und Katalogtexte für Künstler*innen und Galerien, konzipiert und moderiert Talks und Veranstaltungen.

Zusammen mit weiteren Kunstwissenschaftlerinnen gründete sie 2020 das Berliner Kollektiv Ende der Kunstgeschichte, das sich der Suche nach einer zeitgemäßen Kunstgeschichte verschrieben hat.

Nach mehreren Stationen im Berliner Galeriebetrieb ist sie aktuell als wissenschaftliche Volontärin im Bröhan-Museum tätig.

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No Great Women Artists and Designers?

Ein Wikipedia-Seminar im Bröhan-Museum

2022

Das Seminar wird im Sommersemester 2022 für Bachelor- und Masterstudierende der TU Berlin angeboten.

Dr. Andrea Meyer, in Kooperation mit Julia Meyer-Brehm, Dr. Anna Grosskopf (Bröhan-Museum)

Von den rund 20.000 Sammlungsobjekten des Bröhan-Museums stammen nur etwa 1.500 von Frauen – ca. 7,5%. Den rund 1.000 männlichen Künstlern der Sammlung stehen 90 Künstlerinnen gegenüber. Was sind die Gründe für dieses Ungleichgewicht? Und wer waren diejenigen, die sich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert trotz aller Widrigkeiten für eine Laufbahn als Malerin, Bildhauerin, Grafikerin oder Designerin entschieden? Ausgehend von diesen Fragen nimmt die Ausstellung Ansehen! Design und Kunst von Frauen 1880–1940 im Sommer 2022 erstmals speziell die Künstlerinnen der Sammlung ins Visier, darunter Malerinnen der Berliner Secession, Künstlerinnen der Wiener Werkstätte, Bildhauerinnen, Keramikerinnen oder Silberschmiedinnen, Glaskünstlerinnen, Möbel-, Porzellan- und Textildesignerinnen.

Die Seminarteilnehmer:innen werden Recherchen zu den vielfältigen Werken und Biografien der bislang wenig erforschten Künstlerinnen und Designerinnen betreiben und so auch einen Beitrag zu ihrer Sichtbarkeit leisten. Die Forschungsergebnisse sollen auf ihre Relevanz hin untersucht, zu kurzen Aufsätzen zusammengefasst und anschließend in die Onlinedatenbank Wikipedia eingetragen werden. Ein damit einher gehendes Ziel des Seminars ist es, die Online-Datenbank und ihre Nutzung für die kunsthistorische Forschung zu analysieren und zu reflektieren. Die Studierenden setzen sich mit der Frage auseinander, wie Informationen für die Wikipedia aufbereitet werden (können), welche Zielgruppen erreicht werden sollen und welche Quellen zulässig sind.